Der Stein des Anstoßes
Der Arzt: Dr. Frank Paech; Chirurg, Sportarzt und Besitzer zweier Praxen. An einem Abend, nach dem klar war, dass der Raum ungenutzt bleiben würde, hatte er vermutlich Besseres zu tun, als eine Anzeige zur Untermiete zu formulieren. Er tat es trotzdem, stellte sie online und wartete. Was danach kam, kennen alle ÄrztInnen, die diesen Weg einmal gehen mussten: erst kommen keine Anfragen, langes Warten, dann die Falschen. Denn auf großen Immobilienportalen steht ein Behandlungszimmer nicht neben anderen Behandlungszimmern. Es steht zwischen Dreizimmerwohnungen mit Südbalkon und Büroflächen mit Teeküche, und die Menschen, die dort suchen, suchen halt so etwas und keine Praxisräume. Ein Raum, der eine Physiotherapeutin gebraucht hätte, bekam Anfragen von allen außer von ihr.
Wer ein Problem hat, findet eine Lösung oder kreiert sie selbst
Dr. Paech kannte das Problem also bis ins Detail: Geeignete Praxis- und Therapieräume zu finden, zu vermieten oder weiterzugeben, war unnötig kompliziert. Aus dieser Erfahrung entstand die Idee für eine digitale Lösung.
Konstantinos Lessis nahm diese auf und entwickelte sie entscheidend weiter. Er beschäftigte sich nicht nur mit der Frage, wie sich eine solche Plattform technisch umsetzen lässt, sondern dachte das Konzept von Grund auf durch: Welche Funktionen braucht ein spezialisierter Marktplatz? Wie müssen Inserate aufgebaut sein, damit sie für Suchende wirklich hilfreich sind? Wie gewinnt man Praxisinhaber, Therapeuten und andere Anbieter dafür, ihre Räume auf der Plattform zu inserieren? Und wie schafft man eine Lösung, die nicht nur technisch funktioniert, sondern langfristig wächst und echten Nutzen bietet? Sein Anspruch war und ist es, aus einer guten Idee eine Plattform zu machen, die sich im Alltag von Ärzten, Therapeuten und anderen Gesundheitsberufen tatsächlich bewährt. Dr. Paech begleitet das Projekt dabei beratend und bringt seine langjährige Erfahrung aus dem Gesundheitswesen und seine Perspektive aus dem Praxisalltag ein.
So entstand 2025 praxismieten.ch – der Schweizer Marktplatz für Miete, Untermiete und Übernahme von Praxis- und Therapieräumen.
Wer hier sucht, der findet einen Praxisraum
Ein Jahr später bewegt sich auf der Schweizer Plattform monatlich ein größeres Dorf: rund 2.500 Menschen, dazu 170 dauerhaft laufende Suchabos, über 330 eingestellte Inserate von Zürich über Bern und Luzern bis Basel. Inserieren ist in drei Paketen möglich, es fällt keine Provision an, Anzeigen sind leicht zu steuern und die Kommunikation mit InteressentInnen funktioniert mit einem Klick. Selbst die Optimierung für die Google-Suche ist vorhanden.
Der eigentliche Unterschied liegt aber nicht im Preis, sondern in der Klarheit. Wer hier sucht, sucht einen Praxisraum. Sonst nichts. Das klingt banal und logisch, bis man eine Inserentin fragt, die drei Räume gleichzeitig abzugeben hatte und auf den großen Portalen fast verzweifelt war, weil nie die passenden Anfragen kamen. Über praxismieten.ch fand sie für alle drei innerhalb eines Monats MieterInnen.
Über das, was danach kam, sagt sie einen Satz, den man sich als Plattformbetreiber einrahmen sollte: „Bei Fragen oder Anregungen erreicht man nicht einen anonymen Kundendienst, sondern einen echten Ansprechpartner – es werden Lösungen geboten, die auch zum gewünschten Erfolg führen."
Seit diesem Jahr erreicht dieses zukunftsträchtige Konzept auch den deutschen Markt. Während Herr Lessis insbesondere für Produkt, Technik und Weiterentwicklung steht, konzentriert sich Geraldine Paech auf den Aufbau des Marktplatzes und darauf, Anbieter und Suchende zusammenzubringen. praxismieten.de ist keine Übersetzung, sondern eine zweite Baustelle mit denselben Werkzeugen – und mit derselben Beobachtung im Rücken: Das Bedürfnis, das Dr. Paech in Zürich hatte, haben in Berlin, München und Hamburg viele andere seiner Berufsgruppe.
Neun Monate
Wie viel Arbeit und Mühe an so einem Raum hängen, lässt sich sogar beziffern. Im Ratgeber von Praxismieten steht ein Satz, der einen kurz innehalten lässt: “Zwischen dem Entschluss und dem ersten Behandlungstag liegen selten weniger als neun Monate.”
Wie sich diese Zeit anfühlt, hat uns das Team am Beispiel einer Neuropsychologin, die sich selbstständig gemacht hat, verdeutlicht. Ihre Liste liest sich, als hätte jemand ein halbes Berufsleben in Aufzählungspunkte gepresst: passende Räume finden, Anmeldung bei Finanzamt und Psychotherapeutenkammer, Berufshaftpflicht abschließen. Eintrag ins Arztregister und Antrag auf KV-Kassensitz. Eine Praxissoftware anschaffen, die den Datenschutz nicht nur behauptet. Spezielles neuropsychologisches Testmaterial kaufen. Eine eigene Website für PrivatpatientInnen und SelbstzahlerInnen aufsetzen. Sich persönlich bei NeurologInnen, PsychiaterInnen und Kliniken vorstellen, weil Überweisungen aus Beziehungen entstehen und nicht aus Broschüren.
Hier ließ sich genau einer der Punkte beschleunigen: der Praxisraum. Die Raumsuche ging bei ihr dank Praxismieten ungewöhnlich schnell und da alles Weitere daran gebunden ist, zog das die gesamte Zeitachse nach vorne. In einer so langen Aufgabenliste erscheint dieser Vorteil vielleicht unspektakulär, doch erweist er sich als der wirksamste. Wer schnell einen Raum findet, erreicht alles andere früher.
Ein Raum braucht eine Domain
Dass wir bei solchen Geschichten mitschreiben, hat mit einem Umweg zu tun. Wir von tpi Media sind nicht über die Medizin zum Praxismarketing gekommen, sondern über das Domaingeschäft.
Wer jahrelang mit beschreibenden Keyword-Domains arbeitet, bekommt irgendwann Anrufe von Menschen, die gerade eine Praxis eröffnen und dabei feststellen, dass ihre eigene Auffindbarkeit im Netz kein Selbstläufer ist. Erst waren es nur ein paar, dann immer mehr, bis schließlich ein tragender Schwerpunkt für uns daraus wurde. Heute ist das Webdesign für Ärzte eine eigene Disziplin im Haus, mit allem, was dazugehört: Domainwahl, Logo und Website, lokale Sichtbarkeit und Google-Unternehmensprofil, Online-Terminbuchung, Datenschutz, die Grenzen, die das Heilmittelwerberecht der Sprache setzt – und eine Betreuung, die nicht endet, wenn die Seite online geht.
Genau hier liegt die Synergie zwischen praxismieten.ch/de und tpi Media. Sie ist unspektakulärer, doch belastbarer, als Partnerschaften es sonst sind: Wir sprechen mit denselben Menschen, nur zu verschiedenen Zeitpunkten. Praxismieten trifft sie in dem Moment, in dem der Entschluss für die Selbstständigkeit fällt, der Grundriss aber noch offen ist. Uns finden sie ein paar Wochen später, wenn die Adresse feststeht, doch niemand sie kennt. Keiner von uns macht die Arbeit des anderen, keiner steht dem anderen im Weg. Was für die beiden Unternehmen ein Backlink und ein Eintrag im Ratgeber ist, ist für eine Praxisgründerin schlicht eine Lücke weniger zwischen zwei Schritten, die ohnehin zusammengehören und die Basis für den geschäftlichen Erfolg bilden.
Passung schlägt Überangebot
Was uns an dieser Partnerschaft am meisten gefällt, ist eine Haltung, die beide Seiten teilen.
Praxismieten ist keine Immobilienplattform, die zufällig auch Praxen führt, sondern eine Plattform, die sich von Anfang an auf Gesundheits- und Therapieberufe konzentriert hat. Und wir sind keine Agentur, die auch mal eine Arztpraxis mitnimmt. Wir arbeiten für viele Branchen, aber für Praxen haben wir einen eigenen Fachbereich aufgebaut – von performanten Webkonzepten über skalierbare Buchungen bis hin zu der Erkenntnis, dass man für eine Praxis anders kommunizieren muss als für einen Onlineshop, denn Vertrauen lässt sich nicht bewerben – es wird verdient.
Solche Spezialisierungen bringen nicht zwangsläufig mehr Anfragen, sie bringen die passenden. Das ist eine Rechnung, die für beide Seiten aufgeht, und sie ist der Grund, warum wir uns gefunden haben.
Und jetzt?
Der leere Raum in Zürich hat übrigens längst wieder jemanden gefunden.
Was er hinterlassen hat, ist eine Plattform, auf der inzwischen Hunderte solcher Räume stehen, in der Schweiz und seit diesem Jahr auch in Deutschland. Wir freuen uns darauf, den Menschen, die dort fündig werden, den zweiten Schritt so leicht zu machen wie den ersten.
